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Einfach schön, schön einfach: Naturkosmetik selber machen

Aktualisiert: 21. Okt 2019

Omega-Ceramid, Glycerin oder das wunderbar unaussprechliche Natriumstearoyl-Glutamat (ja, das heißt wirklich so) sind nur eine Handvoll der Bestandteile einer Gesichtscreme von einem der namhaftesten Hersteller in der Kosmetik-Branche.


Ich stieß auf das Produkt beim Stöbern durch Amazon, wo es sich unter den Verkaufsschlagern im Bereich Drogerie und Körperpflege befand.


Besonders beunruhigend dabei: Die Produktbeschreibung ähnlicher Gesichtscremes klang mindestens genau so kompliziert. Aber brauche ich wirklich 4 Jahre Latein oder ein Chemiestudium, um zu verstehen, was ich mir da auf die Haut schmiere?


Nein, denn es geht auch anders.


Die Naturkosmetik bietet Alternativen für fast alle herkömmlichen Chemie-Produkte und überzeugt durch gut verträgliche und natürliche Inhaltsstoffe.


Dabei gilt immer: Zu Hause nachmachen strengstens empfohlen!


Denn eine Reihe wirksamer Cremes oder Salben in der Naturkosmetik lassen sich spielend selber machen. An die Stelle von chemischen Inhaltsstoffen und komplizierten Laborprozessen rücken Jahrtausende alte Techniken die einfacher nicht sein könnten.


Das beruhigt neben der Haut auch die Geldtasche. Naturkosmetik im Do-It-Yourself-Stil macht nämlich nicht nur Spaß, sondern kostet auch deutlich weniger als die Alternativen vom Großkonzern.


Auch wenn der Begriff „Naturkosmetik“ noch relativ neu ist, haben die Techniken und verwendeten Inhaltsstoffe eine lange Tradition. So greift man beispielsweise oft auf Kräuter aus der Natur oder Lebensmittel zurück, die unserem Körper guttun.


https://unsplash.com/photos/CNDiESvWfrk

Honig, Topfen, Butter, Ringelblume oder Kamille sind dabei nur einige der Geheimtipps, die schon seit unzähligen Generationen für schöne und gesunde Haut sorgen.


Man sollte sich dabei immer vor Augen halten, dass unsere Haut weit mehr ist als nur die „Hülle“ unseres Körpers. Sie ist ein wichtiges Organ und spiegelt in vielerlei Hinsicht unser Wohlbefinden wider.


Ein Ansatz beim Selbermachen in der Naturkosmetik ist also: Verwenden Sie nichts, was Sie Ihrem Körper nicht auch als Nahrung zuführen können.


Denn: Wie kann ich meiner Haut etwas zumuten, was mein Magen nicht verträgt?


Welche Vorteile das Selbermachen von Naturkosmetik hat und wie das geht, lesen Sie weiter unten im Artikel.



Selbstgemachte Kosmetik ist besser! Aber warum?

https://unsplash.com/photos/srXbJ1TAdhI

Die Kosmetik aus dem Labor rühmt sich mit Versprechungen immerwährender Jugend und glatter, faltenfreier Haut – und das alles mit wohlriechenden, dermatologisch getesteten Produkten.


Und ja, die Chemie (oder zumindest die Werbung) wirkt.


Nicht umsonst ist die Kosmetikindustrie eine der weltweit umsatzstärksten Branchen. Allein in Deutschland erwirtschaftete der Kosmetik- und Körperpflegemarkt im Jahr 2018 mehr als 14 Milliarden Euro. Die Prognose ist dabei hervorragend und die Branche wächst wie seit vielen Jahren nicht mehr.


Doch das alles hat seinen Preis.


Zum einen bezahlen wir diesen natürlich an der Kassa im Drogeriegeschäft, denn Makeup und Kosmetik ist nicht billig.


Zum anderen bezahlt unser Körper und die Natur: Die Inhaltsstoffe vieler gängiger Kosmetikprodukte gelten als gesundheitsgefährdend. Manche stehen im Verdacht, Krebs auszulösen – andere sind schlicht unverträglich und belasten den Körper unnötig.

Dazu kommt, dass nahezu alle Körperpflegeprodukte Stoffe oder Verpackungsmaterialien enthalten, die nur schwer biologisch abbaubar sind. Von unmoralischen Tierversuchen ganz zu schweigen.



Welche Schadstoffe gibt es in Kosmetikprodukten?

Ein Beispiel sind die schädlichen Aluminium-Salze, wie sie in Deos und Antitranspiranten zum Einsatz kommen. Forscher glauben, dass sie die Entwicklung von Brustkrebs fördern. Man fand heraus, dass sich Krebstumore immer öfter in der Nähe der Achseln bildeten und die Tumore eine erhöhte Konzentration von Aluminium enthielten.


Schuld daran sind möglicherweise aluminiumhaltige Deos!


Zwar gibt es bei der Herstellung von Kosmetik Regelungen, die uns Konsumenten schützen sollten, doch diese werden oft umgangen.


Seit langer Zeit waren beispielsweise Parabene als Konservierungsmittel in Kosmetik sehr beliebt. Als man erkannte, dass diese Krebs auslösen können, wurden sie weitgehend verboten.


Kunden begannen zu Produkten mit der Aufschrift „Paraben-frei“ zu greifen und die Kosmetikindustrie reagierte prompt. Die Parabene wurden durch andere Konservierungsmittel ersetzt. So weit, so gut. Doch das Ganze hatte einen Haken.


Das Problem: Diese neuen Mittel waren teils schlecht erforscht hatten ein deutlich größeres Allergierisiko.



Kosmetik und die Umwelt – ist das vereinbar?

Was die Umwelt angeht, sieht es nicht viel besser aus: Das Stichwort heißt hier Mikroplastik.


Diese winzigen Plastikteilchen kommen in vielen Makeup- und Körperpflegeprodukten zum Einsatz und landen nach Gebrauch meist im Abwasser und schließlich im Meer.


Dort richten sie teils massive Schäden an, da das Material nur schwer biologisch abbaubar ist. Die Teilchen nehmen obendrein Schadstoffe aus der Umwelt auf und binden sie an sich.


Durch seine winzige Größe (per Definition ist Mikroplastik kleiner als 5mm - durch äußere Einwirkung werden davon mit der Zeit noch weitaus kleinere Partikel abgetragen) gelangt das Plastik dann in das Ökosystem, wo es beispielsweise von Fischen und anderen Meerestieren aufgenommen wird.


Man hat bereits Mikroplastik in Muschelfleisch und 2018 erstmals auch im menschlichen Organismus festgestellt. Die Auswirkungen auf uns sind dabei noch kaum erforscht.


Eines steht jedoch fest: Allein in Deutschland gelangen jedes Jahr an die 1000 Tonnen Mikroplastik aus Kosmetik- und Reinigungsmitteln ins Abwasser – unvorstellbar!


Bei solch alarmierenden Fakten frage ich mich immer wieder: Wie kann ich da überhaupt noch mit ruhigem Gewissen zu Kosmetikprodukten greifen?


Die Antwort ist denkbar einfach: Konventionelle Körperpflegeprodukte lassen sich nicht mit einem umweltbewussten Leben verbinden.


Doch brauche ich diese angepriesenen Feuchtigkeits- und Anti-Aging Chemie-Cocktails überhaupt?


Eine einfache Alternative bietet die Natur (und der Kühlschrank): Schonende Naturkosmetik, die man selber machen kann.



Warum sollte ich auf Naturkosmetik umsteigen? Die Vorteile auf einen Blick:

Naturkosmetik selber machen ist einfach!

Sind Sie schon überzeugt? Wie bereits erwähnt, tut selbstgemachte Kosmetik nicht nur Körper und Umwelt gut – die Herstellung macht auch Spaß!


Wichtig beim Selbermachen ist lediglich eine saubere Arbeitsweise.


Salben und Cremes aus der Eigenproduktion enthalten schließlich keinerlei Konservierungsmittel und sind daher anfällig für Schimmelbefall.


Durch ein paar Tricks lässt sich das aber gut vermeiden und eine entsprechende Haltbarkeit gewährleisten. Aber später mehr dazu.


Zunächst ein paar Grundsätze zur Herstellung und den Inhaltsstoffen (Rezepte inklusive!):


Welche Stoffe haben welche Wirkung?

Universal anwendbare Kräuter und Pflanzenöle sind in der Naturkosmetik unersetzlich. Hier eine kleine Auswahl inklusive ihrer Wirkung:


  • Ringelblume (entzündungshemmend, pflegend, Wundheilung)

  • Lavendel (reinigend, abschwellend)

  • Kamille (anti-allergisch, lindert Juckreiz)

  • Johanniskraut (krampflösend, hilft bei Verbrennungen und Gelenkschmerzen)

  • junge Brennnessel-Blätter und Wurzeln (desinfizierend, stärken Haare, klären unreine Haut)

  • Aloe Vera, alternativ heimischer Hauswurz (spendet Feuchtigkeit, Hautregeneration)

  • Pfefferminzöl (antibakteriell, antiviral, kühlend, stimuliert Durchblutung)

  • Eukalyptusöl (antibakteriell, belebt und reinigt)

  • Zedernholzöl (lindert Narbengewebe, regenerierend)


Bereiten Sie zu Beginn einen Öl-Auszug zu

Die Basis für wirksame Cremes und Salben ist meist Fett. Hierzu eignen sich pflanzliche Öl-Auszüge perfekt, da man in ihnen gleich die wirksamen Heilkräuter in das Produkt einarbeiten kann.


Ein Auszug funktioniert entweder warm oder kalt.


Für einen kalten Auszug die Pflanzenteile zerkleinern oder grob mörsern und in einem verschließbaren Gefäß mit Öl aufgießen bis alles bedeckt ist. Bei frischen Pflanzen sollte das in einem Verhältnis von etwa 1:10 passieren.


Verschließen Sie im Anschluss das Gefäß und lagern Sie die Mischung 3-5 Wochen an einem hellen, aber nicht sonnigen Ort. Schütteln Sie das Gefäß regelmäßig und kontrollieren Sie es auf Schimmel.


Nach den 3-5 Wochen können Sie das Öl abseihen und dann gut verschlossen kühl und dunkel lagern.


Wichtig dabei: reinigen Sie das Gefäß vorher gründlich, kochen Sie es aus und lassen Sie es vor dem Befüllen gut trocknen. Sie können auch einen desinfizierenden Spray anwenden, um dem Ansetzen von Schimmel noch besser entgegenzuwirken.


Ein warmer Auszug geht schneller und birgt weniger Schimmelgefahr. Übergießen Sie die Pflanzen im Gefäß ebenfalls mit Öl und stellen Sie dieses anschließend in ein warmes (nicht heißes, also maximal 40°) Wasserbad. Nach einer guten Stunde können Sie das Öl abseihen und an einem kühlen, dunklen Ort lagern.



Naturkosmetische Salbe, selber gemacht – so geht’s

Um nun eine Salbe oder Creme herzustellen, vermengen Sie das Öl im Verhältnis 8:2 oder 7:3 (je nachdem, wie fest die Creme werden soll) mit etwas erwärmter Kakao- oder Sheabutter. Achten Sie darauf, die Butter nicht zu stark zu erwärmen, sie sollte lediglich sehr weich, nicht aber flüssig sein.


Wollen Sie 100g Salbe selber machen, brauchen Sie beispielsweise 80g Öl und 20g Butter.


Damit das Resultat noch fester wird, können Sie auch etwas Bienenwachs beimischen.


Um dem Ganzen den krönenden Abschluss zu verleihen, eignen sich diverse ätherische Öle damit die selbstgemachte Salbe oder Creme angenehm duftet.


In einem ausgekochten, sauberen und verschließbaren Tiegel sollte sie auch mehrere Monate bei Raumtemperatur haltbar sein. Bei einem Überschuss lässt sich dieser auch problemlos einfrieren oder im Kühlschrank lagern.


Selbstgemachte Salben oder Kosmetik-Cremes eignen sich obendrein super als Geschenk!



Mehr Tipps gefällig?

Wie Sie sehen, ist das Selbermachen von Naturkosmetik ein spannender Prozess. Wer gerne kocht oder backt sollte die Herstellung also auf jeden Fall einmal ausprobieren!


Sie haben Interesse an mehr effektiven und einfachen Rezepten? Wir haben einige in unserem Magazin zusammengefasst. Nehmen Sie also Ihre Schönheit und Gesundheit selbst in die Hand!


Hier finden Sie regelmäßig Tipps und Tricks wie wir nutzen können, was die Natur uns bereitstellt. Ganz ohne Chemie!


Für die innere Schönheit lade ich Sie natürlich auch herzlich ein, uns bei einer unserer Klangschalenmeditationen oder zum Freundinnentag, den wir im Rahmen der Aktion Gesunde Gemeinde im Freizeitzentrum Attnang-Puchheim veranstalten, zu besuchen.

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