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Hitzewallungen bei Frauen und Männern - was tun?

Aktualisiert: 25. Mai 2019

Ursachen - Woher kommen Hitzewallungen?


Es ist plötzlich zu heiß und das nächste Papier muss als Fächer herhalten. Bei Hitzewallungen erweitern sich die Blutgefäße spontan. Das passiert meist durch Hormone, insbesondere durch die hormonellen Umstellungen während der Wechseljahre und deswegen leiden auch hauptsächlich Frauen daran. Aber das ist längst nicht die einzige Ursache. Wer kennt es nicht, dass bei Stress oder Nervosität plötzlich die Hitze ins Gesicht steigt? Viele Menschen leiden auch krankheitsbedingt vermehrt an Hitzewallungen. Schilddrüsenerkrankungen und Bluthochdruck sind oft die Ursachen für Hitzewallungen. Selbst manche Medikamente können als Nebenwirkung Hitzewallungen hervorrufen. Die Dauer der Hitzewallungen kann ebenso völlig variieren: von kurz und heftig über Stunden bis zu Jahren (im Falle der weiblichen Wechseljahre vor der Menopause) ist im Spektrum alles möglich.



Natürlich stellt der Hausarzt eine genaue Diagnose dazu, woher die Hitzewallungen kommen, und kann Sie dann informieren, was genau los ist. Seien es die Funktionen der Schilddrüse oder eine Erkrankung des Herzens oder der Lunge. Unterzucker bei Diabetes kann auch zu ähnlichen Effekten führen. Selbst Allergien lösen oft Hitzewallungen aus.


Warum genau Hitzewallungen entstehen, ist jedoch noch nicht bekannt. Die Medizin ist sich nur sicher, dass die Hormonumstellung einen gehörigen Anteil damit zu tun hat, da z. B. Östrogen auch die Wärmeregulation des Körpers steuert.


Spätestens im Zusammenhang mit Emotionen, peinlichen Situationen oder Aufregung kennt wahrscheinlich jeder Hitzewallungen.


Wie fühlen sich Hitzewallungen an?


Hitzewallungen kann man sich wie eine Welle, die durch den Körper geht, vorstellen. Sie gehen häufig von der Brust aus und fühlen sich wie ein unangenehmes Wärmegefühl an. Sie werden als auf- und absteigende Wärmewellen beschrieben, die Oberkörper, Hals und Gesicht betreffen. Schweißausbrüche können dabei eine Begleiterscheinung sein. Durch das Schwitzen kann es oft passieren, dass man von einem Extrem ins andere rutscht. Während der Hitzewallung ist einem zu heiß und dann friert man plötzlich.



Wann die Hitzewallungen zu verspüren sind, kann auch völlig verschieden sein. Manche empfinden sie im Schlaf, andere untertags. Hitzewallungen können auch von Herzklopfen oder Hautrötungen vor allem im Gesicht begleitet werden.


Zu den Nebeneffekten zählen Schlafstörungen (bei nächtlichen Hitzewallungen), Depressionen (oder ähnliche Symptome), Libidoverlust und Gewichtszunahme.


Bei Frauen


Etwa 75 % aller Frauen leiden an Hitzewallungen, weil sie ein typisches Symptom für die Wechseljahre (Klimakterium) sind. Andere Quellen sprechen sogar von bis zu 90% aller Frauen. Durch die hormonelle Veränderung, sprich den Östrogenabfall, kommt es zur angesprochenen Erweiterung der Blutgefäße. Die Stärke dieser Wellen kann von Frau zu Frau unterschiedlich sein. Manche leiden stärker und häufiger daran, andere nur schwächer und seltener. Wir sprechen hier von einer Spanne zwischen dreimal und 20x und es wird sogar von bis zu 40x am Tag berichtet. Dabei halten sie ein paar Minuten lang an - in Extremfällen auch länger. Sie kommen aber nicht immer unangekündigt: Ein Druckgefühl im Kopf oder Unwohlsein kann oft vorher auftreten.


Bei Männern


Gibt es bei Männern Wechseljahre? Fakt ist, es gibt bei zunehmendem Alter eine Übergangszeit, in der der Testosteron-Spiegel langsam sinkt und dabei kann es auch mitunter zu Hitzewallungen kommen. Die Beschwerden ähneln also denen der Frauen. Trotzdem sind die “männlichen Wechseljahre” etwas anderes, denn ein klares “davor” und “danach” gibt es nicht. Das Phänomen in der Lebensmitte der Männer wird auch Andropause genannt. Auch hier sind die Auswirkungen der Wechseljahre von Mann zu Mann verschieden.


Die Hormonumstellung ist dabei so langsam, dass 50 % der Männer erst gar nichts davon mitbekommen. Es gibt auch Beiträge, die darauf hinweisen, dass nur 10 % der Männer die Symptome deutlich spüren. Hitzewallungen und Libidoverlust machen sich deutlich langsamer und auch weniger ausgeprägt bemerkbar. Die andere Hälfte hat aber ähnliche Beschwerden wie die Frauen. Die Muskulatur nimmt ab, Männer schwitzen mehr und der Bauch wird größer. Dazu gesellen sich oft Müdigkeit, Erektionsprobleme, Knochen- und Gelenkbeschwerden (Stichwort Osteoporose), Konzentrationsprobleme und Nervosität. Auch eine Depression als Auswirkung der Wechseljahre ist möglich - die Midlife Crisis kann sich hier dazugesellen.


Was tun und was hilft wirklich?


Aber was tut man dagegen? Die Nebenwirkungen von Hormonersatztherapien sind noch unbekannt und könnten drastisch ausfallen. Meist greift man deswegen auf die Naturheilkunde zurück. Für allgemeine Tipps, wie man sich bei Hitze (auch wetterbedingt) abkühlt, werft doch einen Blick auf meinen Blogeintrag 5 Tipps gegen die Hitze.


Bei Frauen sind hier die Traubensilberkerze, der Rotklee, schwarze Johannisbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren und Stachelbeeren beliebt. Warum wirken diese Pflanzen besonders? Das Stichwort ist Phytoöstrogene - das sind pflanzliche Hormone, die deutlich schwächer sind als die Hormonersatztherapien. Ein bis zwei Tassen kühlender Tee aus Salbei- oder Brennnesselblättern können ebenso helfen. Es wird auch Mönchspfeffer, Frauenmantel oder die Schafgarbe empfohlen. Zur Schafgarbe und anderen wohltuenden Kräutern habe ich übrigens auch schon einen Blog-Beitrag geschrieben: Die 5 wichtigsten Heilkräuter.



Selbst die Kleidungswahl hilft hier schon, denn atmungsaktive Kleidung kühlt den Körper und hilft deswegen bei Hitzewallungen. Hausmittel wie kalte Kompressen und viel Frischluft können das Wohlbefinden ebenso steigern. Die guten alten Kneipp-Anwendungen oder Wechselduschen können hier genau so wirken. Bei Wechselduschen beginnen Sie am besten mit einer warmen Dusche und wechseln dann am Fuß beginnend auf kaltes Wasser. Duschen sie dabei das Bein innen und außen ab. Dasselbe wird für die Arme empfohlen. Danach beginnen Sie wieder mit einer warmen Dusche zum aufwärmen und sollten diese kalten Duschen noch zweimal anwenden. Als Abschluss dieser Anwendung empfehle ich eine kalte Dusche. Alternativ funktionieren auch Fuß-Wechselbäder oder Knie- und Armbäder. Das alles fällt in der Medizin unter physikalische Therapieverfahren. Hier empfehlen die Ärzte auch Moorbäder oder Akupunktur.


Im Gegenzug sollte man auf Lebensmittel verzichten, die den Körper noch weiter aufheizen. Hierzu zählen Kaffee, Schwarztee, Nikotin und Alkohol. Ebenso problematisch sind stark gewürztes, schwer verdauliches und zu heißes Essen. Durch solche Lebensmittel können die Hitzewallungen sogar noch schlimmer werden. Es wird empfohlen sich eher leicht zu ernähren und auf frisches Obst, Gemüse und frische Kräuter zu setzen. Wenn Sie Kräuter selbst anbauen wollen, kann auch der Balkon völlig reichen. Mehr zum Kräuter Anpflanzen am eigenen Balkon entdecken Sie im Blogpost zum Kräutergarten am Balkon. Dazu sollten Sie eher auf Vollkorn- und Milchprodukte setzen und wenig rotes Fleisch und Fett zu sich nehmen. Keine Sorge, das pflanzliche Fett zum Kochen können Sie verwenden. Hier wird üblicherweise das allseits bekannte Olivenöl oder Rapsöl empfohlen.


Andere Faktoren, wie Übergewicht, zu warmes Schlafzimmer oder Kleidung aus Kunststofffasern (Seien Sie natürlich!) spielen hier auch eine wichtige Rolle. Natürlich sollten Sie auch viel trinken! Mindestens zwei Liter am Tag werden hier empfohlen - natürlich ungesüßte Getränke wie Tee oder Wasser.


Es ist wichtig auf sich zu achten, viel an die frische Luft zu gehen und Stress besser zu bewältigen oder direkt zu vermeiden. Entspannungsübungen, wie ich sie z. B. im Forum Salzkammergut betreibe, können hier auch helfen. Eine Meditation baut Stress ab, beruhigt und fördert den gesunden, unterbrechungsfreien Schlaf.


Auch Sport kann helfen, Hauptsache an der frischen Luft. Spazierengehen, Walken, Radfahren oder Wandern - es muss kein Leistungssport sein. Der Sport regt den Kreislauf und die Durchblutung an. Somit funktioniert die körpereigene Temperaturregelung automatisch besser.


Bei Männern funktionieren übrigens ganz ähnliche Dinge. Neben der leichten Kost, Verzicht auf Alkohol und Tabak, viel Sport und Bewegung sowie Stressabbau hilft zusätzlich auch eine aktive Sexualität. Diese steigert automatisch den Testosteronspiegel und lindert die Symptome. Auch hier helfen Naturheilmittel wie Melisse, Brennnessel und Johanniskraut.


Es sei jedoch erwähnt, dass Hitzewallungen dadurch nicht verhindert werden können. Allenfalls werden sie verringert und sind somit angenehmer auszuhalten. Jeder Mensch ist individuell und nicht bei jedem wirkt jedes Mittel oder jede Anwendung gleich. Hier heißt es ausprobieren.


Wenn Sie es mit Kräutern probieren wollen, empfehle ich Ihnen meine Kurse zum Räuchern oder für Kräutersalben. Hier lernen Sie mehr über die heimischen Kräuter. Wenn Sie Auszeit vom Faktor Stress brauchen, lege ich Ihnen einen heilenden Tag ans Herz, um wieder Kraft zu tanken. Selbst eine Klangschalenmassage oder -meditation wirkt entspannend und lindert den oft unterschätzten Faktor Stress.



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